Felisguide

Devoko 90 L mit App im Überblick: viel Platz, wenig Belegbares

Die Redaktion ·

Mit 90 Litern hat das Devoko die größte Trommel unserer Auswahl und richtet sich laut Anbieter an Haushalte mit mehreren Katzen. Wir haben beide Anzeigen des Geräts gelesen, die sich an einigen Stellen widersprechen. Einen Hersteller mit eigener Seite haben wir nicht gefunden, deshalb spricht hier nur das Angebot.

Wer hinter dem Devoko steckt, und was sich nicht prüfen lässt

Kurz gesagt

Ohne Herstellerseite stützt sich eine Einschätzung allein auf die Aussagen des Verkäufers, und das sollte jeder Käufer wissen.

Die Website devoko.com zeigt Möbel, aber keine Katzentoilette. Eine Anleitung, technische Unterlagen oder eine Garantieerklärung des Herstellers haben wir nicht gefunden. Verkauft wird das Gerät von einem Händler namens Mainwin Store. In der Modellkennung des Angebots steht MW-0769A-0808-MSP-2, in einer zweiten Anzeige für dasselbe Gerät MW-0769E-FR. Alles, was wir im Folgenden schreiben, stammt aus diesen beiden Texten.

Eine unabhängige Prüfung der Zahlen ist damit nicht möglich. Das gilt für die Lautstärke ebenso wie für die Sensoren.

90 Liter im Vergleich mit den anderen Modellen

Kurz gesagt

Eine große Trommel gibt der Katze mehr Raum zum Drehen und Scharren, macht das Gerät aber auch sperriger und schwerer.

Das Angebot betont das großzügige Fassungsvermögen von 90 L, das Ein- und Aussteigen, Drehen und Scharren erleichtern soll. Zum Vergleich: PETKIT Pura Max 2 gibt 76 L an, Merax 68 L 68 L, HHOLOVE 60 L 60 L. Das Devoko liegt also rund ein Sechstel über dem nächstkleineren Modell. Das Gewicht des Geräts liegt umgerechnet bei etwa 11 kg, die Außenmaße bei rund 58 x 55 x 50 cm.

Trommel und Abfallfach im Vergleich
ModellTrommelAbfallfach
Devoko 90 L90 L8,5 L
PETKIT Pura Max 276 L7 L
Merax 68 L68 L8 L
HHOLOVE 60 L60 L6 L

Alle Zahlen stammen aus den jeweiligen Anzeigen der Modelle.

Abfallfach: zehn bis vierzehn Tage oder alle drei bis vier?

Kurz gesagt

Wie lange ein Abfallbehälter reicht, hängt von Anzahl der Katzen, Streu und Temperatur ab, und Herstellerangaben nennen meist die günstigste Zahl.

Die zweite Anzeige schreibt, die 8,5-Liter-Kotschublade reiche für eine einzelne Katze etwa 10 bis 14 Tage. Im selben Absatz folgt der Hinweis, bei hohen Sommertemperaturen solle man den Behälter alle 3 bis 4 Tage leeren und den Beutel wechseln. Das Angebot, das wir als Hauptquelle nutzen, nennt nur die Sommerempfehlung. Beide Zahlen gelten also für verschiedene Bedingungen, und wer mehr als eine Katze hat, muss mit dem kürzeren Rhythmus rechnen.

Praktisch heißt das: Das Fach ist groß genug, um ein Wochenende zu überbrücken, ersetzt aber nicht den regelmäßigen Gang zur Mülltonne.

Katzengewicht und Alter: eine Lücke im Hauptangebot

Kurz gesagt

Ein Gerät ohne Gewichtsangabe lässt Käufer raten, ob ihre Katze überhaupt geeignet ist.

Das Hauptangebot nennt weder ein Mindest- noch ein Höchstgewicht. Erst die zweite Anzeige schreibt, Katzen mit 1,5 bis 10 kg könnten sich frei bewegen. Ein Mindestalter fehlt in beiden Texten. Weil es keine Herstellernotiz gibt, bleibt die Frage nach jungen oder sehr leichten Tieren unbeantwortet.

Wir würden das Gerät deshalb nur für ausgewachsene Katzen einplanen und bei der Angabe von 1,5 kg als Untergrenze Vorsicht walten lassen, solange niemand sie bestätigt.

Radar, Infrarot, Bioradar: was dahinter stehen soll

Kurz gesagt

Mehrere Erkennungsarten sind sinnvoll, solange das Gerät bei Annäherung der Katze die Reinigung wirklich unterbricht.

Laut Angebot erkennt das Gerät, wenn sich die Katze nähert, eintritt oder wieder hinausgeht, und pausiert die Reinigung. Die zweite Anzeige benennt die Technik genauer: Bewegungsradar, Infrarotsensoren, Bioradar und eine Einklemmschutzmechanik, nach dem Verlassen setzt der Zyklus automatisch fort. Wie schnell das Gerät reagiert und wie viele Sensoren es sind, steht nirgends.

Der Tierärztliche Verein für Tierschutz schreibt in seinem Merkblatt Nr. 200 (April 2026), dass der Moment der Reinigung für die Katze nicht vorhersehbar sei und das Geräusch Angst auslösen könne. Eine Lautstärke nennt das Devoko nicht.

App-Steuerung und die Frage der Daten

Kurz gesagt

Eine App ist praktisch, sammelt aber Nutzungsdaten, und wer sie nutzt, sollte wissen, welche.

Das Gerät verbindet sich mit einem 2,4-GHz-WLAN und lässt sich aus der Ferne steuern: Modus wechseln, Reinigung starten. Die zweite Anzeige verspricht, dass Dauer, Häufigkeit und Zeitpunkt der Besuche aufgezeichnet werden und der Körperzustand der Katze „in Echtzeit“ verfolgt wird. Das ist ein Werbeversprechen. Wir können nicht beurteilen, was die App misst und wie verlässlich es ist; bei Veränderungen im Verhalten der Katze ist die Tierarztpraxis die richtige Adresse.

Welche Daten auf welchen Servern landen und wer die App betreibt, nennen die Anzeigen nicht.

Zerlegen und Abwaschen

Kurz gesagt

Ein selbstreinigendes Gerät muss sich selbst gut reinigen lassen, sonst verlagert sich die Arbeit nur.

Nach der zweiten Anzeige sind Streutrommel, Kotbehälter und Streumatte abnehmbar und mit Wasser abwaschbar, die übrigen Teile werden feucht abgewischt. Beim Wechsel des Beutels soll man laut Anzeige nicht mit dem Schmutz in Berührung kommen. Zudem gibt es ein Geruchsmodul mit langsam freigesetztem Duft. Das TVT-Merkblatt empfiehlt unparfümierte Streu; wer sehr geruchsempfindlichen Katzen ein Duftmodul zumuten möchte, sollte das bedenken.

  • Drei Reinigungsmodi, frei wählbar (zweite Anzeige)
  • Fachbehälter und Trommel waschbar
  • Beutel nicht als herstellereigen beschrieben

Rang 2 in unserer Auswahl

Kurz gesagt

Ein Modell kann weit vorn stehen, weil es viel Platz bietet, auch wenn sich weniger darüber belegen lässt.

In unserer kommentierten Auswahl steht das Devoko als Wahl für mehrere Katzen auf Rang 2, wegen der Größe. Verlässlicher dokumentiert ist PETKIT Pura Max 2 auf Rang 1, weil es eine datierte Anleitung gibt. Auf der vollständigen Liste lässt sich das Devoko neben die offenen Modelle stellen, etwa CATLINK C08.

Passt das Devoko zu Ihrem Haushalt?

Kurz gesagt

Die Entscheidung hängt von Platz, Katzenzahl und der Bereitschaft ab, ohne Herstellerquelle zu kaufen.

Sinnvoll ist das Devoko, wenn zwei oder mehr ausgewachsene Katzen den Platz nutzen, der Standort Raum für ein Gerät von rund 11 kg bietet und ein 2,4-GHz-WLAN vorhanden ist. Weniger passend ist es für Menschen, die eine Anleitung, eine nachweisbare Garantie und klare Altersgrenzen wünschen. Wie viele Tiere der Rechner für Ihren Haushalt ansetzt, hilft bei der Einordnung.

Das Devoko auf einen Blick

Stärken

  • Größte Trommel unserer Auswahl mit 90 Litern
  • Abfallfach mit 8,5 Litern
  • Mehrere Erkennungsarten gegen Einklemmen genannt
  • Abnehmbare, abwaschbare Trommel und Behälter
  • App-Steuerung über 2,4-GHz-WLAN
  • Drei Reinigungsmodi laut zweiter Anzeige

Schwächen

  • Keine Herstellerseite, Anleitung oder Garantiedetails auffindbar
  • Kein Katzengewicht im Hauptangebot, widersprüchliche Angaben zur Leerungsfrist
  • Keine Lautstärke und keine Sensorzahl

Drei Modelle zum Vergleich

3
CATLINK C08

CATLINK C08

Offene Bauform, und der Hersteller veröffentlicht eine Seite für ein verwandtes Modell.

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Fazit zum Devoko 90 L

Das Devoko überzeugt durch Größe und eine übersichtliche Ausstattung, aber nur durch das, was der Verkäufer sagt. Zwei Anzeigen derselben Maschine widersprechen sich bei der Leerungsfrist, und das Hauptangebot lässt das Katzengewicht offen.

Wer mehrere Katzen hat und den Platz braucht, findet hier ein plausibles Modell. Wer Garantie, Altersgrenzen und Lautstärke belegt sehen möchte, ist mit einem Gerät mit Herstellernotiz besser bedient.

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Was wir gelesen haben

Gelesen wurden beide Anzeigen des Devoko, das Hauptangebot mit der Modellkennung MW-0769A-0808-MSP-2 und die zweite Anzeige mit MW-0769E-FR, außerdem die Website devoko.com, die keine Katzentoiletten führt. Größen und Gewichte wurden aus Zoll und Pfund umgerechnet.

Nicht prüfbar waren Lautstärke, Sensorzahl, Garantiebedingungen, Streuverträglichkeit und Beutel. Aus dem Merkblatt der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) stammt nur der Teil zu Toiletten. Ein Gerät haben wir nicht in der Hand gehabt.

Zum Nachprüfen

Seiten geöffnet am 21. Oktober 2026.