
Merax 68 L
Das größere Schwestermodell nennt wenigstens einen Gewichtsbereich und einen Lautstärkewert.
Die Redaktion ·
Das Merax 65 L ist ein geschlossenes Katzenklo mit Trommel, Ozonionen-System und Steuerung über die Smart-Life-App. Wir haben das ganze Angebot gelesen und neben das größere Schwestermodell gelegt. Selbst in den Händen gehalten haben wir das Gerät nicht, belegt ist darum nur, was in den Angaben steht.
Bei geschlossenen Geräten stehen Trommelvolumen und Behältergröße oft nebeneinander und werden im Alltag durcheinandergebracht.
Im Titel steht „65L Max Kapazität“, im Text soll das Gerät „bis zu 9 L Katzenstreu“ fassen und zwei Wochen oder länger halten. Gemeint ist wahrscheinlich der Abfallbehälter, denn Streu wird in die Trommel gefüllt. Die Maße liegen bei etwa 52 x 48 x 50,5 cm, ein Gewicht des Geräts nennt das Angebot nicht.
| Modell | Trommel | Behälter | Lautstärke |
|---|---|---|---|
| Merax 65 L | 65 L | 9 L | ca. 35 dB |
| Merax 68 L | 68 L | 8 L | bis ca. 40 dB |
| PETKIT Pura Max 2 | 76 L | 7 L | im Angebot nicht genannt |
| HHOLOVE 60 L | 60 L | 6 L | 50 dB |
Das größere Merax 68 L liegt bei Trommel und Lautstärke etwas anders, nennt dafür aber einen Bereich für das Katzengewicht. Zum Vergleich: PETKIT Pura Max 2 hat die größte Trommel dieser Gruppe bei kleinerem Behälter.
Sätze wie „noch nie ein Unfall“ lassen sich ohne Statistik des Herstellers weder bestätigen noch widerlegen.
Das Angebot schreibt, seit 2018 hätten Tausende Katzenfreunde die Box gewählt und keine Katze habe einen Unfall gehabt. Belege fehlen. Im technischen Feld steht außerdem die Energieklasse A, eine Angabe, die für ein Katzenklo keinen erkennbaren Sinn ergibt. Zum Katzengewicht heißt es nur, das Gerät unterstütze „die meisten kleinen Katzen“, ein Mindestalter fehlt, eine Garantiedauer ebenfalls. Auch die Leistungsaufnahme ist nicht genannt.
Für die Praxis heißt das: Die Sicherheit der Katze hängt an Sensoren, deren Zahl und Reaktionszeit wir nicht kennen. Wer das Gerät kauft, sollte die ersten Tage in der Nähe bleiben, die Verzögerung nutzen und den Zyklus anhalten, wenn die Katze unsicher wirkt.
Mehrere Erkennungsarten helfen nur, wenn das Gerät bei Annäherung tatsächlich pausiert und die Katze nicht erschrickt.
Aufgezählt werden eine Kindersicherung, vier Schwerkraftsensoren, ein Infrarotsensor, eine verzögerte Reinigung und eine „intelligente Erkennung der Katzenaktivität“. Wie lange die Verzögerung dauert und was die Erkennung genau misst, bleibt offen. Die TVT weist darauf hin, dass für Katzen nicht vorhersehbar ist, wann gereinigt wird; ein Verzögerungsmodus mildert das, löst es aber nicht.
Ob ein Geruchsverfahren hält, was es verspricht, lässt sich ohne Messwerte und ohne Angaben zu Verschleißteilen kaum beurteilen.
Zugelassen sind Tofu, Bentonit, Streu auf Natriumbasis, Mischstreu und alles außer Kristallstreu. Für die Gerüche setzt das Angebot auf ein „selbst entwickeltes Ozonionen-System“ und eine Sammelbox, die sich selbst schließt. Messwerte nennt es nicht, auch keine Wartung. International Cat Care rät generell von Duftstoffen und Raumdüften am Katzenklo ab; ein Ionenverfahren ist etwas anderes, doch das Angebot sagt nicht, ob zusätzlich Duft im Spiel ist.
Eine allgemeine Haushalts-App steuert viele Geräte und verlangt deshalb besondere Aufmerksamkeit für Konto und Daten.
Gesteuert wird über „Smart Life“, die per 2,4-GHz-WLAN verbunden wird; es gibt drei Modi (zeitgesteuert, automatisch, manuell). Die App soll Katzengewicht und Länge des Toilettengangs anzeigen. Ein Gesundheitsbericht ersetzt keinen Tierarzt. Betreiber der App und Speicherort der Daten bleiben ungenannt.
Ein Gerät, das sich schwer zerlegen lässt, verlagert die Arbeit nur vom Schaufeln auf das Putzen.
Nach dem Angebot braucht das Gerät keinen Zusammenbau und lässt sich ohne Werkzeug demontieren; die gesamte Trommel sei waschbar. International Cat Care nennt für Klumpstreu einen Abstand von zwei bis vier Wochen für die Grundreinigung. Ob das Gehäuse feucht abgewischt werden darf, bleibt offen.
Zwei Geräte mit nahezu gleichen Maßen können vom selben Hersteller stammen, ein Beweis ist das nicht.
Das 65 L und das 68 L werden vom selben Händler angeboten und teilen die Smart-Life-App. Außerdem entsprechen die Maße (52 x 48 x 50,5 cm) bis auf die Reihenfolge denen des XQDKoon 65 L (51,6 x 50,5 x 48 cm); beide geben 65 L für die Trommel und 9 L für den Behälter an. Wir halten denselben Korpus für wahrscheinlich, sicher ist es nicht.
Die Entscheidung hängt davon ab, wie viel Unsicherheit man bei Angaben zu Gewicht und Garantie akzeptiert.
Das Gerät zählt zu den günstigen Modellen und könnte für Halter passen, die ein geschlossenes Gerät mit App suchen und selbst ausprobieren wollen, ob die Katze es annimmt. Weniger geeignet ist es für Haushalte mit sehr leichten oder sehr großen Tieren, da das Katzengewicht offenbleibt, und für alle, die eine Garantie belegt sehen wollen. Wie viele Toiletten Ihr Haushalt braucht, rechnet der Rechner vor.
Zur Einordnung mit Rangfolge siehe unsere kommentierte Auswahl; wer filtern möchte, öffnet die vollständige Liste.
Zur Inbetriebnahme: Gerät zunächst ohne Strom aufstellen, die Katze schnuppern lassen und erst danach die Automatik zuschalten. Die Füllhöhe der Streu nennt das Angebot nicht; International Cat Care nennt etwa 3 cm, das Deutsche Tierärzteblatt mindestens 5 cm.

Das größere Schwestermodell nennt wenigstens einen Gewichtsbereich und einen Lautstärkewert.

Mehr Trommel, datierte Herstellernotiz und klare Untergrenze beim Katzengewicht.

Kleinere Trommel, aber eine Herstellerseite mit Maßen und Garantiedauer.
Das Merax 65 L ist ein preiswert eingeordnetes Gerät mit solider Ausstattung auf dem Papier. Die Note von 5,8 spiegelt, dass wichtige Angaben fehlen und eine Aussage zur Sicherheit nicht belegt ist.
Wer es wählt, sollte die Katze erst allein am ausgeschalteten Gerät schnuppern lassen und die Rückgabefrist kennen. Wer eine Anleitung und klare Grenzen für Gewicht und Alter möchte, greift besser zu einem Modell mit Herstellernotiz.
Preis bei Amazon ansehenAnzeige
Gelesen wurden das gesamte Angebot des Merax 65 L samt technischem Feld sowie die Angebote des Merax 68 L und des XQDKoon 65 L zum Abgleich der Maße. Die Vergleichswerte stammen aus den jeweiligen Angeboten.
Nicht prüfbar waren Katzengewicht, Mindestalter, Garantie, Leistungsaufnahme und die Wirkung des Ozonionen-Systems. Herstellerunterlagen zur Marke gab es nicht.
Seiten geöffnet am 21. Oktober 2026.