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Neakasa M1 Plus im Überblick: viele Zahlen, nicht alle gleich

Die Redaktion ·

Neakasa nennt sich selbst Pionier des offenen Designs, und das M1 Plus ist das Modell, mit dem die Marke große Katzen und Mehrkatzenhaushalte ansprechen will. Von keinem anderen Gerät unserer Auswahl haben wir so viele Quellen: Angebot, Herstellerseite und eine Anleitung. Sie stimmen in einigen Punkten nicht überein.

Die Zusagen des Angebots

Kurz gesagt

Ein Angebot lässt sich am besten beurteilen, wenn man es Punkt für Punkt auflistet und danach neben die Gegenquelle legt.

  • Offenes Design mit Anti-Einklemm-System, 6 Infrarot- und 4 Gewichtssensoren
  • Streukammer von 7,17 Litern, Abfallbehälter von 11 Litern, bis zu 14 Tage ohne Schaufeln
  • Pull-&-Wrap-System, das den Beutel in wenigen Sekunden verschließt
  • Betriebsgeräusch von höchstens 50 dB
  • Vier Reinigungsmodi: Automatik, Manuell, Timer, Entleeren
  • App mit Echtzeitdaten zu Nutzung, Gewicht und Füllstand
  • Zwei Jahre Garantie und 30 Tage Rückgaberecht

Das Gewicht gibt der Anbieter mit 22 Pfund an, also rund 10 kg. Ein Mindestalter oder Mindestgewicht der Katze nennt das Angebot nicht.

Was der Hersteller dazu veröffentlicht

Kurz gesagt

Herstellerseite und Anleitung füllen Lücken, die ein Händlertext lässt, besonders bei Gewicht, Streu und Maßen.

Auf der Seite von Neakasa steht, das Gerät sei für Katzen von 1 bis 15 kg geeignet und biete einen Modus für Kätzchen unter 1 kg. Ein Mindestalter nennt auch der Hersteller nicht. Die Maße lauten 53 x 59 cm bei 64 cm Höhe, der Eingang ist 35,2 cm breit, das Gerät wiegt 10,35 kg und nimmt 24 W bei 12 V auf. Als Streu empfiehlt er schnell klumpende Sorten mit Körnern bis 3 mm Durchmesser und 10 mm Länge, am besten Bentonit; Papier- und Holzstreu sind nicht vorgesehen. Die Beutel sind nicht an die Marke gebunden.

Wo sich die Quellen widersprechen

Kurz gesagt

Abweichende Zahlen zwischen Angebot, Seite und Anleitung sind ein Zeichen, dass sich Produkt oder Texte verändert haben.

Dieselbe Größe, verschiedene Zahlen
MerkmalAngebot und SeiteAnleitung
Streukammer7,17 Liter6,5 Liter
Abfallbehälter11 bzw. 11,23 Liter11 Liter
Garantie2 Jahre in der EU12 Monate

Die Anleitung, die wir herangezogen haben, trägt den Namen M1, nicht M1 Plus. Möglicherweise erklärt das einen Teil der Unterschiede, ausdrücklich sagt es aber keine Quelle. Eine zweite Unstimmigkeit liegt im Titel des deutschen Angebots, der M1 Plus heißt, während die französische Anzeige derselben Artikelnummer nur M1 und fünf Infrarotsensoren nennt.

Wirklich für große Katzen?

Kurz gesagt

Ein Gerät für große Katzen braucht einen breiten Eingang und eine ausreichende Innenfläche, nicht nur das Wort XXL.

Das Angebot nennt das Gerät XXL und wirbt mit mehr Bewegungsfreiheit als geschlossene Modelle. Der Hersteller gibt als Eingang 35,2 cm an; das ist weniger als die 45 cm, mit denen CATLINK C08 wirbt. Die Obergrenze von 15 kg nennt auch CATLINK für das Open-X. Ob eine lange oder breite Katze bequem hineinpasst, kann keine Zahl sicher beantworten.

Der Tierärztliche Verein für Tierschutz nennt im Merkblatt Nr. 200 (April 2026) als Mindestgröße einer Katzentoilette 60 x 40 cm, damit sich die Katze drehen und hocken kann. Wir vergleichen das nicht mit den Außenmaßen des Geräts, weil keine Quelle die Innenfläche angibt.

Sensoren und Geräusch

Kurz gesagt

Sensoren schützen im Notfall, über die Lautstärke entscheidet eher der Zeitpunkt des Zyklus als die Zahl in Dezibel.

Beim Hersteller sind es 10 Sensoren, nämlich 6 Infrarotpaare und 4 Gewichtssensoren. Erkennt das System eine Katze, stoppt die Reinigung. Als Lautstärke gibt der Hersteller höchstens 50 dB an, das Angebot nennt dieselbe Zahl. Das ist weder besonders leise noch besonders laut, und die TVT weist darauf hin, dass der Reinigungszeitpunkt für die Katze unvorhersehbar bleibt. Verändert eine Katze nach der Anschaffung ihr Verhalten, sprechen Sie mit Ihrer Tierarztpraxis.

Streu, Beutel und Verbrauch

Kurz gesagt

Bei Streu und Beuteln entscheiden sich laufende Kosten und die Frage, wie frei man beim Einkauf bleibt.

Die Streuvorgaben sind eng: schnell klumpend, feinkörnig, am besten Bentonit. Wer Tofu, Kristall oder Pflanzenfasern nutzt, verlässt den empfohlenen Rahmen. Die Beutel sind laut Hersteller nicht proprietär, was die Ausgaben berechenbar hält. Das Pull-&-Wrap-System des Angebots verschließt den Abfall, ohne dass man ihn berührt.

App und Reinigungsmodi

Kurz gesagt

Die App sollte mehr tun als Statistik anzeigen: Zeitpläne, Benachrichtigungen und die Wahl des Modus gehören dazu.

Die Neakasa App liefert nach Angaben des Anbieters Nutzung, Gewicht und Füllstand und schickt Meldungen zum Reinigen und Nachfüllen. Das WLAN-Band nennt das Angebot nicht. Welche Daten die App speichert, steht dort ebenfalls nicht; die Datenschutzhinweise der App sind vor der Einrichtung durchzulesen.

Garantie: zwei Jahre oder zwölf Monate

Kurz gesagt

Wenn zwei Quellen derselben Marke unterschiedliche Garantiezeiten nennen, zählt, was im Kaufbeleg steht.

Das Angebot und die Herstellerseite für die EU sprechen von zwei Jahren, die Anleitung von zwölf Monaten. Zusätzlich verspricht das Angebot 30 Tage Rückgabe und Umtausch. Die gesetzliche Gewährleistung gilt unabhängig davon.

Rang 4 im Verhältnis zu den anderen offenen Modellen

Kurz gesagt

Ein Modell gewinnt an Gewicht, wenn man seine Zahlen neben die der Konkurrenz legt.

In unserer kommentierten Auswahl steht das M1 Plus für große Katzen auf Rang 4. Es hat mit 11 Litern einen kleineren Abfallbehälter als CATLINK C08 mit 12 Litern, dafür deutlich mehr belegte Angaben. HHOLOVE 60 L liegt bei 6 Litern. Wer alle Modelle sehen möchte, findet sie auf der vollständigen Liste. Wie viel Platz Ihre Katzen brauchen, hilft der Rechner zu klären.

Für wen das M1 Plus passt und für wen nicht

Kurz gesagt

Offene Geräte sind eine Frage der Wohnung und der Katze: Wer Deckel und Geruchsbündelung will, ist hier falsch.

Das M1 Plus passt zu Haushalten mit großen oder mehreren Katzen, die ein offenes Gerät ohne herstellereigene Beutel suchen. Nicht passend ist es für Menschen, die Zahlen eindeutig brauchen, oder für Katzen, die sich in offenen Räumen unwohl fühlen.

Das M1 Plus in Kürze

Stärken

  • Gewichtsgrenze von 15 kg laut Hersteller
  • 10 Sensoren: 6 Infrarot und 4 Gewicht
  • Abfallbehälter mit 11 Litern, bis zu 14 Tage
  • Beutel nicht an die Marke gebunden
  • Vier Reinigungsmodi
  • Hersteller veröffentlicht Maße, Leistung und Streuregeln

Schwächen

  • Zahlen weichen zwischen Angebot, Seite und Anleitung ab
  • Streu nur schnell klumpend und feinkörnig
  • Garantie 24 gegen 12 Monate

Drei weitere Möglichkeiten

Fazit zum Neakasa M1 Plus

Das M1 Plus ist gut belegt und hat mit 15 kg eine hohe Gewichtsgrenze laut Hersteller. Die Abweichungen bei Streukammer und Garantie hängen möglicherweise mit dem Namenswechsel von M1 zu M1 Plus zusammen, belegt ist das nicht.

Wir würden das Gerät für große Katzen empfehlen, die offene Aufbauten mögen, und vor dem Kauf Eingang und Garantie klären.

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So ist diese Seite entstanden

Gelesen wurden das deutsche Angebot, die Herstellerseite von eu.neakasa.com und die Anleitung zum M1, die als PDF vom Hersteller bereitgestellt wird. Die französische Anzeige derselben Artikelnummer diente nur dem Abgleich der Namen.

Nicht belegt sind das WLAN-Band, das Mindestalter und die Frage, ob die Anleitung zum M1 Plus gehört. Auch hier gilt: Wir lesen und vergleichen, ein Gerät haben wir nicht.

Quellen

Seiten geöffnet am 21. Oktober 2026.